Aprikosen

Die Kräuselkrankheit


Bei der Kräuselkrankheit handelt es sich um einen Pilzbefall, der dazu führt, dass sich die Blätter des Aprikosenbaumes kräuseln - daher der Name. Allerdings ist der Aprikosenbaum ein recht beliebtes Ziel für allerlei Schädlinge und Krankheiten. Aus diesem Grund sollte das Gewächs genau betrachtet werden, um die Kräuselkrankheit richtig zu diagnostizieren.

 

Woran ist die Kräuselkrankheit zu erkennen?

 

 

Was verursacht die Kräuselkrankheit?


Ein Schlauchpilz namens "Taphrina deformans" ist der Übeltäter. Seine Nahrung besteht in dem Zeitraum zwischen Juni und Februar aus abgestorbenen Pflanzen. Er nistet sich gerne an den Trieben des Aprikosenbaumes ein und breitet sich durch den Wind weiter aus. Hat das Frühjahr den Aprikosenbaum gerade zum Austreiben angeregt, beginnt der Pilz mit seinem vernichteten Werk an den Knospen und umliegenden Blättern.


Das Wetter spielt bei der Entstehung der Kräuselkrankheit eine entscheidende Rolle: Der Pilz benötigt rund 12 Stunden Nässe und um einen Aprikosenbaum zu infizieren, darf die Temperatur höchstens 16 Grad betragen. Das ist der Grund, warum die Kräuselkrankheit explosionsartig nach einem feucht-nassen Winter beziehungsweise Frühjahr auftritt.

 

Mit welchen Schäden ist zu rechnen?



Ist ein Ast von der Kräuselkrankheit "besessen", dann ist dieser Trieb verloren. Der Baum bildet meist einen neuen Trieb aus, der sich normalerweise gesund ausbildet. Bei gesunden Pflanzen ist die Kräuselkrankheit in den Griff zu bekommen - problematisch sind geschwächte Aprikosenbäume. Die Ernte fällt spärlich aus und im nächsten Jahr bildet der Baum viel weniger Knospen aus. In schlimmen Fällen hilft alles nichts – der Baum ist verloren und sollte gefällt werden. Immerhin steckt er andere, gesunde Bäume an.


Vorbeugende Maßnahmen



Werden die Grundbedürfnisse des Aprikosenbaumes erfüllt, hat es der Pilz deutlich schwerer, den Baum zu infizieren. Steht er an einem geeigneten Platz? Bekommt er die Menge Licht und Wärme, die er benötigt? Zudem gibt es noch weitere kleinere Maßnahmen, die einen Pilzbefall verhindern können:

 


Die effektivste Methode, um einer Pilzerkrankung vorzubeugen, ist der richtige Standort für den Aprikosenbaum. Wer ihn dicht am Haus, am besten unter einem Dach einpflanzt, dürfte keine Probleme mit der Kräuselkrankheit bekommen. Denn wie bereits angesprochen - er benötigt Nässe, die bekommt er aber unter einem Dach nicht ab. Steht er frei und ist Wind und Wetter ausgesetzt, hilft vielleicht ein eigens konstruierter "Regenschirm", der immer dann zum Einsatz kommt, wenn es regnet und die Temperatur unter 16 Grad liegt. Das geht natürlich nur bei kleinen Jungbäumen, bei einem 7 Meter großen Baum ist diese vorbeugende Maßnahme kaum umzusetzen.

   
Mit Chemie gegen das Übel ankämpfen?

Ein Fungizid mit dem Wirkstoff Difenoconazol ist für den Einsatz gegen die Kräuselkrankheit erlaubt. Allerdings sollen die Nachteile der chemischen Keule nicht verschwiegen werden:


Der Einsatz sollte also wohlüberlegt sein.


Fazit

Im Endeffekt hilft es nur, die befallenen Äste, Triebe und Blattteile restlos und rigoros zu entfernen. Allerdings sollten die abgeschnittenen Pflanzenteile nicht auf den Kompost nebenan gepackt - sondern in luftdicht verschlossenen Müllsäcken entsorgt werden. Es bringt also viel, täglich seinen Aprikosenbaum genau zu inspizieren, denn nur so kann man rechtzeitig einschreiten.



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