Aprikosen

Aprikosenkerne und ihr Nutzen


Aprikosenkerne gehen den gleichen Weg vieler Nahrungsergänzungsmittel: Sie teilen das Lager der Wissenschaftler in zwei Spalten. Die einen schwören auf den Nutzen der Aprikosenkerne - die anderen halten sie sogar für gefährlich und giftig. Aus diesem Grund erscheint es nur logisch, wenn sich der Verbraucher selbst ein Bild macht.

 

Aprikosenkerne in der Krebstherapie


Aprikosenkerne sind ein Bestandteil der alternativen Krebstherapie. Um den Hintergrund zu verstehen, hilft ein genauer Blick auf die kleinen Steine.


Bittere Aprikosenkerne enthalten Amygdalin (Wortursprung Griechenland – Bedeutung Mandel). Dabei handelt es sich um eine Blausäureverbindung. Alternative Mediziner gehen davon aus, dass diese Blausäureverbindung im Körper dafür sorgt, dass Krebszellen zerstört werden - und dabei die gesunden Zellen unbeschadet bleiben.


Die meisten Menschen bekommen einen Schreck, wenn sie den Begriff "Blausäure" hören. Immerhin handelt es sich hierbei um ein Cyanid. Und bekanntlich ist Zyankali ebenfalls ein Cyanid - genauer: Kaliumcyanid.


Das in Aprikosenkerne enthaltene Cyanid wird wie bereits angesprochen als Amygdalin bezeichnet. Es findet sich zudem noch in Apfelkernen oder in Bittermandeln. Amygdalin wird übrigens noch als "Laetril" oder als Vitamin B 17 betitelt. Kurios: Eigentlich ist Amygdalin überhaupt nicht giftig, sondern das Gift entsteht beim Abbauen. Zwei dieser Abbauprodukte gelten als toxisch: das erwähnte Cyanid und Benzaldehyd. Und hier beginnen die unterschiedlichen Meinungen der Wissenschaftler. Benzaldehyd ist erst ab einer recht hohen Dosis gesundheitsschädlich, hier sind sich noch alle einig. Doch Cyanid zeigt sich bereits in geringen Mengen extrem giftig. Alternative Heilmethoden sprechen davon, dass dieses Gift aber nur gegen Krebszellen gerichtet wird. Warum? Wie kommen die Forscher zu dieser Erkenntnis? Ganz einfach:


Somit scheint auch geklärt, warum bittere Aprikosenkerne einem gesunden Menschen nicht schaden. Denn das Amygdalin wird von unbeschadeten Zellen nicht aufgespalten, so die These von Anhängern der Aprikosenkern-Esser.


Übrigens enthalten nur die bitteren Aprikosenkerne das Amygdalin in dieser Konzentration. Süße Aprikosenkerne zeigen eine viel geringere Dosis des Stoffes. Süße Aprikosen werden meist als Frischware oder als Konserven angeboten, während bittere Aprikosenkerne gezielt im Reformhaus oder im Bio-Laden zu finden sind.

 

Die andere Seite


Es gibt zahlreiche Wissenschaftler, die vor dem Verzehr von Aprikosenkernen warnen. Besonders, wer größere Mengen zu sich nimmt, könnte an einer Cyanid-Vergiftung sogar sterben. Das Bundesinstitut für Risikobewertung, kurz BIF, weist in einer Stellungnahme daraufhin, dass Verbraucher pro Tag nicht mehr als ein bis zwei bittere Aprikosenkerne verzehren sollten. 



Fazit

Bittere Aprikosenkerne werden von einigen Herstellern als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Meist beinhaltet das Präparat eine Kombination aus Spurenelementen, Vitaminen und Mineralstoffen. Die enthaltene Dosis der Aprikosenkerne schützt die körpereigenen Zellen und stärkt das Immunsystem. Wer sich für solch ein Produkt interessiert, sollte sich über die Herstellerfirma, die Zusammensetzung und die Wirkung genauestens erkundigen. Dies gilt generell für Nahrungsergänzungsmittel. Apotheken sind eine gute Anlaufstelle für solch eine Beratung.

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