Aprikosen

Die Pflege eines Aprikosenbaums



Der Aprikosenbaum ist ein großer Freund von Sonne und Wärme. Der unter dem Namen "Marillenbaum" bekannte Fruchtbaum erfreut sich hierzulande steigender Beliebtheit. Das liegt einerseits an den wohlschmeckenden Früchten und andererseits an seinem Anblick, denn er ist für jeden Garten eine wahre Zierde. Es handelt sich um ein pflegeleichtes Gewächs, doch einige Aspekte sollten beachtet werden, damit er lange Freude bereitet.

 

Wo fühlt sich der Aprikosenbaum am Wohlsten?


Das Gewächs mag es gerne warm und meist trocken. Das bedeutet, er sollte an einem wind- und wettergeschützten Plätzchen eingepflanzt werden. Unter dem Dach der Terrasse oder am Rand des Carports wären vielleicht sinnvolle Lösungsmöglichkeiten. Auch an der südlichen Hauswand könnte der Aprikosenbaum seinen Platz finden - hier gibt es genug Sonne und sie bietet etwas Schutz gegen die Witterungseinflüsse. Der Winter ist normalerweise kein Problem für einen Aprikosenbaum im Garten. Kübelpflanzen überwintern gerne in einem kühlen Zimmer, vielleicht im Wintergarten oder in einem hellen Kellerraum.

 

Der Anspruch an den Boden


Das Wurzelwerk des Aprikosenbaums mag es gerne locker, sandig und leicht. Schwere, lehmige und tonige Erde verträgt er hingegen nicht, sie führt zu Staunässe, was dem Gewächs überhaupt nicht bekommt. Wie lässt sich herausfinden, ob der Boden geeignet ist? Ganz einfach:


Wenn sich die Erde problemlos zu einer Kugel formen lässt und nicht auseinanderfällt, ist sie lehmig beziehungsweise tonig. Dann sind weitere Maßnahmen zur Bodenverbesserung nötig.

Hilfreich ist in diesem Fall das stete Auflockern des Bodens mit einer Gartenkralle oder Ähnlichem. Bei jedem Auflockern wird Kompost und/oder Sand in den Boden mit eingearbeitet. Mit der Zeit sollte durch diese Maßnahme ein schön sandiger und lockerer Boden für den Aprikosenbaum entstehen. Wer das Gewächs bereits gekauft hat, mischt die ausgehobene Erde zu gleichen Teilen mit Sand und Kompost. Idealerweise wird zudem noch eine Drainage aus Schotter oder grobkörnigem Kies gelegt. Wenn alle Vorbereitungen getroffen sind, darf das Wurzelwerk des Aprikosenbaums "einziehen". Die Erde wird gut festgetreten und der Baum kann kräftig angegossen werden.


Gießen und düngen


Der Wurzelballen benötigt zwar ausreichende Feuchtigkeit, doch Staunässe verträgt der Baum nicht. Am besten lässt man die obere Erdschicht immer etwas antrocknen, bevor die Gießkanne oder der Gartenschlauch zum Einsatz kommt. Während der Sommermonate muss mehr gegossen werden als in einem kühlen Herbst- oder Frühjahrsmonat. Im Winter wird die Wassergabe auf ein Minimum reduziert.
Die Zugabe von Dünger beginnt im Frühjahr und endet im Herbst. Generell reicht dem Baum eine monatliche Gabe, doch während er blüht oder mit vielen Früchten glänzt, verträgt er auch etwas mehr an Düngung.

 

Den Aprikosenbaum schneiden


Der Fruchtbaum benötigt einen regelmäßigen Schnitt, um gesund und kraftvoll zu bleiben. Der Grund liegt auf der Hand: Das Verhältnis zwischen Wurzelwerk und Stamm beziehungsweise Krone sollte ausgewogen sein. Der Schnitt wird während der Wachstumsphase - also im Frühjahr- oder nach der Ernte ausgeführt. Zwar gibt es durchaus erfolgreiche "Fruchtbaum-Besitzer", die auf einen Schnitt im Winter schwören, doch dabei ist das Risiko für Krankheiten erhöht. Der Aprikosenbaum zeigt sich im Winter an seinen Schnittstellen nämlich sehr empfindlich. Das wiederum kommt Pilzen und Krankheitserregern zugute, die über diese Schnittstellen den Baum erreichen.

Es ist nicht schwer, einen Aprikosenbaum sach- und fachgerecht zu schneiden:

 

Beachtenswertes beim Ernten


Aprikosen können dann abgeerntet werden, wenn die Früchte rundum gelb sind - also auch auf der dem Schatten zugewandten Seite. Das bedeutet, dass der Baum während der fruchtbildenden Phase mehrmals auf reife Früchte hin begutachtet werden sollte. Es ist ohnehin nicht gut für den Baum, wenn alle Früchte auf einmal abgepflückt werden, von daher hat es die Natur perfekt eingerichtet, dass nicht alle Aprikosen gleichzeitig reifen. Faule oder schimmelige Früchte werden selbstverständlich sofort vom Baum genommen.


Fazit

Viel falsch machen können selbst Menschen ohne grünen Daumen bei einem Aprikosenbaum nicht. Hier noch einmal die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

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